Ob zum Abendessen, zum Kochen oder für festliche Anlässe, die Wahl des Weines ist eine Herausforderung. Dass einige Weine zu bestimmten Gerichten passen, wurde bereits in den Faustregeln für die Weinauswahl ausführlich beschrieben – doch wie viel sollte der Wein dabei kosten?

Wer nicht weiß, welche Preisklassen es für Weine gibt, der riskiert, dass er minderwertige Weine verschenkt oder mit viel zu teuren Weinen kocht. Beides ist natürlich nicht ideal, kann aber ganz einfach verhindert werden, indem die folgenden vier Kategorien betrachtet und beachtet werden.

Supermarktweine: Unbedingt meiden

Es ist durchaus möglich, einen drei Euro Wein aus dem Supermarktregal zu trinken, zu verschenken oder zum Kochen zu nutzen. Aber nur weil etwas möglich ist, heißt das noch nicht, dass es auch sinnvoll ist. Weine unter fünf Euro, die möglicherweise schon leicht eingestaubt sind und neben Keksen und Snacks gelagert werden, haben einfach keine gute Qualität.

Sie schmecken also nicht so gut – und haben oftmals sogar negative Folgen. Hochwertige Weine verursachen im Normalfall weniger Alkoholnebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Desorientierung. Für Hobbyköche ist außerdem wichtig, dass sie verstehen, dass Billigweine eine Speise nicht so gut veredeln wie hochwertige Sorten.

Günstige Weine: Für viele Anlässe geeignet

Weine aus Kartons oder für weniger als fünf Euro sollten also besser gemieden werden. Aber heißt das auch, dass Weine nur gut sind, wenn sie teuer sind? Nein, das ist ein Trugschluss. Schon ab sechs Euro sind Flaschen zu haben, die ein tolles Weinerlebnis bieten und von gut gepflegten und gewissenhaft geführten Weingütern kommen.

Vom Weingut Feudi di San Gregorio gibt es beispielsweise Weine in dieser Preisklasse, die sich für den gemütlichen Abend mit Freunden, das Kochen und als Geschenk eignen. Ob es lieber ein zwölf Euro oder ein sechs Euro Wein sein soll, hängt natürlich auch von den eigenen Vorlieben ab. Festzuhalten bleibt, dass Weine bis 15 Euro durchaus etwas hermachen, ohne ein großes Loch in den Geldbeutel zu reißen.

Weine mittlerer Preisklasse: Eine gute Wahl

Ab 15 Euro pro Flasche bewegt man sich in einer Preisklasse, in der der Anlass bedacht werden sollte. Das heißt, für viele Situationen (wie den Grillabend oder einen Geburtstag) ist der Preis etwas zu hoch. Gleichzeitig gibt es Anlässe, die verlangen, dass nicht der erstbeste Wein gegriffen wird.

Bis zu welchem Preis diese mittlere Kategorie gilt, ist nicht ganz zu sagen. Für einige Weinkenner ist geschmacklich ab 30 Euro kein Unterschied mehr zu erwarten, andere setzen die Grenze eher bei 50 Euro. Grundsätzlich gilt, dass richtig guter Geschmack und Qualität ab 10 Euro aufwärts zu finden sind und wahrscheinlich ab 35 Euro eher kein Unterschied mehr zu schmecken ist – schon gar nicht bei Laien oder Gelegenheitstrinkern. Für Geburtstage, Firmenfeiern oder als Hochzeitsgeschenk können die Weine mittlerer Preisklasse also hervorragend dienen.

Hochklassiges Preissegment: Für ganz besondere Anlässe

Die letzte Preisklasse wird für viele Menschen niemals relevant sein. Denn mehr als 50 Euro braucht niemand für einen Wein zahlen, sofern dieser keine besonderen Merkmale aufweist. Diese besonderen Merkmale können beispielsweise der Jahrgang oder die Seltenheit des Weines sein. Ein älterer Wein, der beispielsweise aus dem Jahr stammt, in dem sich ein Paar kennengelernt hat, und der als Hochzeitsgeschenk genutzt wird, darf ruhig mehr Geld kosten – geschmacklich wird sich der hohe Preis eher nicht rechnen.

Weinkenner und Weinsammler sind selbstverständlich bereit, für besondere Weine auch mehr Geld zu zahlen. Auf Auktionen erzielen Weine Preise über 200.000 Euro. Einige Beispiele sind: ein Wein, der auf der Raumstation ISS im Weltall flog, Weine, die fast 200 Jahre alt sind, und Weinflaschen, die aus einem Schiffswrack geborgen wurden. Für Hobbyköche und Normalverdiener sind diese Weine aber weder erschwinglich noch brauchbar.